Frauenquote: Auslaufmodell oder Notwendigkeit?
Lilienberg Dialog mit Prof. Julia Nentwich und Prof. Margit Osterloh
Am Montag, 25. Januar 2027, findet ein Lilienberg Dialog statt. Frauenquoten zählen zu den umstrittensten Instrumenten der Gleichstellungspolitik. Befürworterinnen sehen darin einen wirksamen Hebel, um strukturelle Benachteiligungen zu überwinden. Kritikerinnen bezweifeln ihre nachhaltige Wirkung und warnen vor unerwünschten Nebenfolgen.
Prof. Julia Nentwich und Prof. Margit Osterloh vertreten unterschiedliche wissenschaftliche Positionen und treten dazu in einen direkten Dialog. Nach zwei kurzen Impulsen diskutieren sie zentrale Argumente, stellen sich gegenseitig Fragen und beziehen anschliessend das Publikum in die Debatte ein.
Ein Abend über Evidenz, Wirkung und die Frage, welche Instrumente Gleichstellung tatsächlich voranbringen.
Ablauf
Die Referentinnen

Prof. Margit Osterloh ist Professorin (em.) für Betriebswirtschaftslehre und Technologiemanagement an der Universität Zürich sowie ständige Gastprofessorin an der Universität Basel. Sie ist ausserdem Forschungsdirektorin bei CREMA (Center for Research in Economics, Management, and the Arts), Zürich. Sie hat ihr Studium mit einem Abschluss als Dipl.-Ing. (Wirtschaftsingenieurwesen) an der Technischen Universität Berlin abgeschlossen, an der Freien Universität Berlin zum Dr. rer. pol. promoviert und an der Universität Erlangen-Nürnberg habilitiert. Sie war Mitglied mehrerer Verwaltungs- und Aufsichtsräte in Deutschland und der Schweiz, Mitglied des Deutschen Wissenschaftsrates sowie des Universitätsrates der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Ehrendoktorin der Universität Lüneburg und seit 2024 Ehrendoktorin der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Spezialgebiete sind Corporate Governance und Gender-Ökonomie.

Prof. Julia Nentwich forscht und lehrt als Sozialpsychologin seit über 25 Jahren zu Gleichstellung, Geschlecht und Männlichkeit in Organisationen. Ihre Forschungsergebnisse wurden in englisch- und deutschsprachigen Fachzeitschriften veröffentlicht. Mit ihren Forschungsprojekten ist es ihr immer auch ein Anliegen, zum Dialog zwischen Forschung und Praxis beizutragen. Mit «Leaders for Equality» hat sie gemeinsam mit Dr. Gabriele Schambach mehrere Dutzend Unternehmen und Verwaltungen beim Einbezug männlicher Führungskräfte in die Chancengleichheitsarbeit begleitet.
Ihr neuestes Buch, «Führungsaufgabe Chancengleichheit», bietet Führungskräften Wissen, Werkzeuge und Inspiration zur aktiven Gestaltung einer gleichstellungsorientierten Organisationskultur.