Das Ende einer Ära: Christoph Lanter löst Christoph Vollenweider ab
17 Jahre Programmleitung, ein bewegender Abschied und ein neues Kapitel
Mit einem öffentlichen Anlass, zu dem die Freunde des Lilienberg eingeladen worden waren, wurde Christoph Vollenweider, der während 17 Jahren das Programm des Lilienberg Unternehmerforums geleitet hatte, verabschiedet. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger Christoph Lanter vorgestellt, der als Intendant das künftige Programm verantworten wird.
Christoph Vollenweider wurde von Walter Reist, dem Stifter und langjährigen Präsidenten der Stiftung Lilienberg Unternehmerforum, auf diesen Posten berufen. Zuvor war Vollenweider, der ursprünglich Forstwirtschaft studiert hatte, 24 Jahre lang, davon vier als Chefredaktor, in der Redaktion des «Zürcher Oberländers» tätig. Dort betreute er die Ressorts Ausland und teilweise auch Inland und erwarb sich dabei grosse Kenntnisse über die nationale und internationale Politik. Vor der Zeitung arbeitete er einige Jahre lang als Mediensprecher des damaligen Bundesamtes für Forstwesen, unter anderem war er dabei mit dem Waldsterben beschäftigt.

Für Christoph Vollenweider war es besonders wichtig, dass sich die Unternehmer als Teil der Gesellschaft verstanden und von der Gesellschaft auch so gesehen wurden. Er setzte sich immer für eine ganzheitliche Sicht der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen ein. Dies entsprach auch der Philosophie von Walter Reist, der in jeder Fragestellung immer die wirtschaftliche, sachliche und menschliche Dimension suchte. Vollenweider wählte seine Gesprächspartner oder die Referenten für die Kolloquien nach diesen Kriterien aus. Als Folge dieser Arbeit entstanden viele Publikationen zu aktuellen Herausforderungen. Besonders wichtig erschien ihm das Thema Sicherheitspolitik und Armee, da es für ihn ohne Sicherheit keine Freiheit und ohne Freiheit kein freies Unternehmertum gibt. Er hat somit eine ganze Ära in der Geschichte des Lilienberg geprägt.
Vollenweider wird aber noch weiterhin für den Lilienberg tätig bleiben, als Mitglied des Stiftungsrates und als gelegentlicher Moderator. Der Stiftungsrat Lilienberg ist sehr glücklich, mit Christoph Lanter den bestgeeigneten Nachfolger gefunden zu haben. Lanter ist im Kanton Thurgau sehr gut bekannt und bestens vernetzt. Er pflegt sehr gute Beziehungen zu verschiedenen Gremien. Auch hat er einen engen Bezug zur Wirtschaft, ist er doch Verwaltungsrat in mehreren Unternehmen in der Ostschweiz. Bekannt geworden ist er auch als Organisator und Moderator seiner Veranstaltung «Grenzdenken». Selbst sieht er sich als «Verbinder», der Menschen, Firmen und Ideen zusammenbringt, was ihm auch auf dem Lilienberg zugutekommen wird.


Zum Abschluss würdigte Stiftungspräsident Andreas Reist das Wirken von Christoph Vollenweider. Dabei erinnerte er an eine gemeinsame Reise nach Venezuela, bei der die beiden nach einer ungeplanten Zwischenlandung zwei Nächte in Maracaibo verbrachten, nahe jenem Ort, an dem Vollenweider geboren wurde. Diese Episode veranschaulichte die langjährige persönliche Verbundenheit der beiden.
Das grösste Vermächtnis besteht nicht nur darin, was wir hinterlassen, sondern darin, was wir anderen ermöglichen, weiterzuführen.
Andreas Reist, Stiftungspräsident
Reist beschrieb Christoph Vollenweider als «Träger des Geistes» des Lilienbergs. Dieser habe es verstanden, das Bewährte zu respektieren und gleichzeitig Raum für neue Ideen, Stimmen und Perspektiven zu schaffen. Der Übergang zu Christoph Lanter sei deshalb kein Schlusspunkt, sondern eine Brücke zwischen zwei Kapiteln, getragen von Erfahrung, Wissen und der Bereitschaft, Neuem die nötige Freiheit zu geben.
Als besondere Geste kündigte Reist an, dass Christoph Vollenweider die Geschichte des Lilienbergs künftig in einer digitalen Chronik festhalten und auf der Website zugänglich machen wird: eine schöne Fortsetzung seines Wirkens.





