Lilienberg

A Tribute to Dean Martin – ein super Konzert!

Konzert-Nachbericht

Der Lilienberg verwandelte sich in eine Bühne von internationalem Format

A Tribute to Dean Martin – Luigi Panettone und Band.


Hauch von Las Vegas, Schimmer von Dolce Vita und die zeitlose Eleganz des «Great American Songbook» – der Lilienberg in Ermatingen verwandelte sich am vergangenen Samstag in eine Bühne von internationalem Format. Mit Luigi Panettone und Band sowie einem fein abgestimmten Streichquartett präsentierte das Unternehmerforum Lilienberg die hochkarätige Hommage «A Tribute to Dean Martin» – ein musikalischer Abend, der in seiner Qualität und Dramaturgie selbst anspruchsvollste Jazzfestival-Gänger überzeugt hätte.

Luigi Panettone auf der Bühne des Lilienberg
Luigi Panettone alias Hampa Rest – mit stilistischer Sicherheit und Charisma.

Die Ikone einer Ära, die bis heute nachhallt

Der legendäre Dean Martin, bekannt als «King of Cool», prägte mit seinem unverwechselbaren Crooner-Stil über Jahrzehnte die internationale Musikszene. Als Mitglied des berühmten «Rat Pack» an der Seite von Frank Sinatra und Sammy Davis jr. wurde er zur Ikone einer Ära, die bis heute nachhallt. Genau diesen Geist verstand Luigi Panettone mit bemerkenswerter stilistischer Sicherheit einzufangen.

Stiftungspräsident Andreas Reist eröffnete den Abend vor über 200 Gästen, während der künstlerische Leiter Martin Luca Staub das Publikum kenntnisreich in die musikalische Welt von Dean Martin einführte. Was folgte, war ein knapp zweistündiges Konzertprogramm mit 23 sorgfältig kuratierten Beiträgen – dramaturgisch klug aufgebaut und musikalisch auf höchstem Niveau interpretiert.

Panettone gelang es, nicht bloss zu imitieren, sondern die Essenz dieser Musik neu zu beleben – getragen von einer Band, die rhythmisch präzise und stilistisch versiert agierte.

Stimmung des Abends

Bereits in der ersten Hälfte entfaltete sich die ganze Bandbreite von Dean Martins italienisch geprägtem Repertoire. Klassiker wie «Buona Sera», «Volare» und «That’s Amore» wurden mit jener nonchalanten Leichtigkeit dargeboten, die den Crooner-Stil auszeichnet. Das Publikum reagierte unmittelbar: Mitwippen, Mitsingen, begeisterter Applaus – ein Saal in Bewegung. Ein emotionaler Höhepunkt folgte mit «Memories Are Made of This»: Plötzlich trat jene seltene Konzertstille ein, in der Musik ihre grösste Wirkung entfaltet. Das anschliessende Standing Ovation war Ausdruck einer tief empfundenen Resonanz.

Band und Streichquartett auf der Bühne
Band und Streichquartett – ein klanglich perfekt abgestimmtes Ensemble.

Las Vegas und die Bedeutung der Liebe

Nach der Pause öffnete sich das Programm hin zur französischen Chanson-Tradition. Mit «I Love Paris» und «C’est si bon» wurde die Klangpalette um elegante Nuancen erweitert, bevor die Reise schliesslich im glitzernden Las Vegas der 1960er-Jahre kulminierte. Mit «King of the Road» und «Everybody Loves Somebody» – jenem Hit, der 1964 sogar die Beatles von der Chartspitze verdrängte – fand der Abend seinen fulminanten Abschluss.

«Luigi Panettone & Band» verabschiedete sich mit einer Zugabe von der sonnigen Seite des Lebens («On The Sunny Side of The Street») und dem beschwingten «L.O.V.E.» – einem Crooner-Song, der als Akronym die verschiedenen Facetten der Liebe feiert. Was bleibt, ist der Eindruck eines aussergewöhnlichen Konzertabends, der Generationen verband und die zeitlose Klasse einer der grössten Entertainer des 20. Jahrhunderts eindrucksvoll würdigte.

Begeistertes Publikum beim Konzert auf dem Lilienberg
Über 200 Gäste – ein Saal in Bewegung.

Die Besetzung

Band

Luigi PanettoneGesang
Pit NoiKontrabass
Prisca SchmidSchlagzeug
Benno BernetPiano

Streichquartett

Susanne DubachVioline
Barbara KubliVioline
Olga NiklikinaBratsche
Chantal SteinerCello

Herzlichen Dank an Hampa Rest alias Luigi Panettone und seine gesamte Band sowie das Streichquartett für diesen unvergesslichen Abend. Ein Konzert, das nicht nur nostalgisch berührte, sondern musikalisch restlos überzeugte – und noch lange nachklingen wird.