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Chinas Machtpolitik anders lesen - am Beispiel des Seidenstrassen-Projekts

19. Juli 2019 Chinas Machtpolitik anders lesen - am Beispiel des Seidenstrassen-Projekts

Die Welt verfolgt mit Interesse und Faszination, aber auch mit zunehmendem Argwohn Chinas raschen Aufstieg zur wirtschaftlichen, politischen und militärischen Supermacht. Dafür setzt die Führung des Reich der Mitte auf eine schlaue Kombination von zentralistischer Parteipolitik und kapitalistischer Marktwirtschaft.

Das vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping 2013 initiierte Seidenstrassen-Projekt (Belt-and-Road-Initiative, BRI) ist dabei die wirkungsmächtigste Demonstration chinesischer Machtansprüche. Über den Land- und über den Seeweg wollen die Chinesen Asien, Afrika und Europa erschliessen und wirtschaftlich miteinander verbinden.

Die globalen Ambitionen Pekings sind ein interessantes Beispiel dafür, wie in der gegenwärtigen Zeit Geo- und Machtpolitik betrieben wird. Heute sind Infrastrukturen, Diplomatie, Technologien und die Wirtschaft, aber auch das internationale Recht, (Des-)Informationskampagnen und Cyber-Operationen wichtige Mittel der geostrategischen Positionierung. Sie können bewusst diffuse Bedrohungslagen kreieren und Symbolwirkungen projizieren, um weltpolitische Zielsetzungen zu realisieren. Auf all dieser ganzen Klaviatur spielt China sehr erfolgreich.

Was bedeutet dies für Europa und für die Schweiz? Wird dieses gigantische Infrastrukturprojekt Handelsnationen näher zusammenbringen oder kommt es zu einer schleichenden Vormachtstellung Chinas in Europa, im Nahen Osten und in Afrika? Ist es der Anfang einer sinozentrischen Welt?

Unsere Publikation, die wir in enger Kooperation mit dem Swiss Institute for Global Affairs (SIGA) unter der Federführung von Dr. Remo Reginold erarbeitet haben, nimmt diese Fragen auf und analysiert Pekings Ansprüche und Strategien. 

mime file icon Lilienberg Gedanken: Chinas Machtpolitik anders lesen (534 KB)

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