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Auf dem Weg in die desinformierte Gesellschaft? Wie sich der Medienkonsum verändert

Datum: 12. - 12.09.2022 18.00 - 19.30

Laut jüngsten Untersuchungen hat ein Teil der Bevölkerung das Vertrauen in die Medien verloren. Den Medienschaffenden wird unterstellt, nicht mehr unabhängig zu berichten, sondern je nach Standpunkt, den Interessen der Wirtschaft, politischer Gruppierungen oder staatlicher Propaganda zu dienen.

Viele Menschen weichen deshalb auf alternative Kanäle aus. Sei es Telegram oder Twitter, Blogs oder Informationsseiten verschiedenster Akteure. Vor allem junge Menschen konsumieren Medien vermehrt nur noch in Bewegtbild-Inhalten auf Instagram, TikTok oder YouTube. Öffentlich-rechtliche Medien weisen zur Hauptsache ein älteres Publikum auf. Und die Zeitungsvielfalt hat sich in der Deutschschweiz auf vier Medienhäuser konzentriert. 

Kurzum: Die Fragmentierung der Medienwelt setzt sich fort. Kulturpessimistische Stimmen konstatieren zudem einen massiven Qualitätsverlust, eine Boulevardisierung, eine Verdummung der Gesellschaft und den Verlust für den Sinn der Res Publica.

Im heutigen von Dr. Andreas Jäggi moderierten Lilienberg Gespräch mit Professor Matthias Künzler wollen wir diesem Unbehagen Fakten entgegensetzen. Wie sieht es tatsächlich aus mit der Medienkompetenz der Bevölkerung? Wie nutzt heute alt und jung das unübersichtliche Angebot an News, Entertainment, Meinungen und (falschen) Fakten? 

Prof. Matthias Künzler ist ein ausgewiesener Kenner der deutschen und Schweizer Medienszene. Er fasst die wichtigsten aktuellen Erkenntnisse zur Mediennutzung zusammen und gibt Einblick in sein Schaffen als Schweizer an einer renommierten Universität der deutschen Hauptstadt. Matthias Künzler ist seit 2021 Professor für Kommunikationspolitik und Medienpolitik am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin (DE). Zuvor war er Forschungsleiter an der Fachhochschule Graubünden. Aktuell leitet er das internationale Forschungsprojekt «Lokalkommunikation», welches sich mit den Veränderungen im Lokaljournalismus und der Gemeindekommunikation befasst. Im vorangehenden Projekt «Service Public: Akzeptanz und Zukunftschancen» hat er sich mit der Frage beschäftigt, ob und wie Inhalte der SRG genutzt werden und wie die Organisation auf den Wandel reagiert. Ausserdem ist er Autor des Lehrbuchs «Mediensystem Schweiz».

Administrative Hinweise

  • Kosten (pro Person):
    Gespräch für Nichtmitglieder: CHF 30.--; Vergünstigung für Studierende und Auszubildende (nur mit gültigem Ausweis): CHF 10.--; fakultatives Abendessen (3-Gänge inkl. Wein): CHF 50.--
    Gespräch für Mitgliedschaft Förderer und Freund: kostenlos; fakultatives Abendessen (3-Gänger inkl. Wein): CHF 50.--
  • Anmeldeschluss: 5. September 2022
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