Rezital mit Hanno Müller-Brachmann (Bassbariton) und Hendrik Heilmann (Klavier)

Datum: 13. - 13.03.2024 19.00

Als Franz Schubert im Alter von erst 31 Jahren starb, lag eine Phase fieberhafter Tätigkeit hinter ihm. In dichter Folge waren bedeutende Werke entstanden: darunter auch ein Konvolut von 13 Liedern auf Texte verschiedener Dichter. Der Verleger Tobias Haslinger kaufte sie Schuberts Bruder Ferdinand ab und publizierte sie zusammen mit der «Taubenpost» unter jenem Titel, der bis heute paradigmatisch für letzte schöpferische Taten steht: «Schwanengesang». Das Werk kommt am heutigen Rezital zur Aufführung.

Der Schwan, der im Sterben noch einmal seine Stimme erhebt, war Schubert vertraut. Ein Freund des Komponisten erinnerte in einem als «Schwanenlied» überschriebenen Gedicht an den Mythos; 1822 setzte es Schubert in Musik – und gab ihm den Titel «Schwanengesang». Ob sich Haslinger dessen bewusst war? Wir wissen es nicht. Fest steht dagegen die Tatsache, dass im «Schwanengesang» ein Kulminationspunkt des romantischen Lieds erreicht ist.

Die Künstler

Hanno Müller-Brachmann (Bass-Bariton)
In der Knabenkantorei Basel musikalisch sozialisiert, studierte der Bass-Bariton Hanno Müller-Brachmann bei Ingeborg Most in Freiburg und bei Rudolf Piernay in Mannheim; später besuchte er die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. Noch während des Studiums kam er auf Einladung Daniel Barenboims an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, deren Ensemble er 13 Jahre lang angehörte. Die zentralen Mozart-Partien seines Fachs verkörperte er dort, aber auch Kaspar (in Webers «Freischütz») und Amfortas (in Wagners «Parsifal»). Neben Daniel Barenboim waren für ihn Michael Gielen, René Jacobs, Pierre Boulez oder Simon Rattle wichtige Partner am Pult. An grossen Häusern wie in Hamburg, München oder Wien hat er gastiert, mit bedeutenden Orchestern in der Alten wie der Neuen Welt ist er aufgetreten. Auch als Liedsänger tritt er in Erscheinung; seine Aufnahme von Liedern Rudi Stephans wurde mit dem «Opus classic» ausgezeichnet. Seit 2011 lehrt Hanno Müller-Brachmann als Professor für Gesang an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Er ist Juror bei internationalen Wettbewerben und setzt sich leidenschaftlich für den Erhalt und die Verbesserung der musikalischen Bildung ein.

Hendrik Heilmann (Klavier)
Hendrik Heilmann stammt aus Berlin, wo er Klavier bei Alexander Vitlin und Susanne Grützmann an der Musikhochschule Hanns Eisler sowie Liedgestaltung bei Wolfram Rieger studierte. Meisterkurse bei Christa Ludwig, Dietrich Fischer-Dieskau, Irwin Gage und Thomas Quasthoff rundeten seine Ausbildung ab. Gastauftritte führten Hendrik Heilmann unter anderem zu den Salzburger Festspielen, den Münchener Opernfestspielen, in den Musikverein Wien und die Wigmore-Hall London. Als Liedbegleiter hat Hendrik Heilmann mit zahlreichen renommierten Sängerinnen und Sängern zusammengearbeitet, so etwa mit Angela Denoke, Julie Kaufmann, Magdalena Kožená, Hanno Müller-Brachmann und Brenden Gunnell. Von 2005 bis 2020 war Hendrik Heilmann Dozent für Liedgestaltung an der Universität der Künste Berlin sowie für Solokorrepetition an der Musikhochschule Hanns Eisler. Seit 2020 ist er Mitglied des Tonhalle- Orchesters Zürich.

Das Programm im Detail

Franz Schubert: Schwanengesang D 957 (1828)
1. Die Taubenpost (D 965a) (Johann Gabriel Seidl)
2. Liebesbotschaft (Ludwig Rellstab)
3. Frühlingssehnsucht (Ludwig Rellstab)
4. Ständchen (Ludwig Rellstab)
5. Aufenthalt (Ludwig Rellstab)
6. In der Ferne (Ludwig Rellstab)
7. Abschied (Ludwig Rellstab)
8. Herbst (D 945) (Ludwig Rellstab)
9. Das Fischermädchen (Heinrich Heine)
10. Am Meer (Heinrich Heine)
11. Die Stadt (Heinrich Heine)
12. Ihr Bild (Heinrich Heine)
13. Der Doppelgänger (Heinrich Heine)
14. Der Atlas (Heinrich Heine)

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