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Das Traumpaar für Liedinterpretationen

30.08.2018

Regula Mühlemann (Bild) ist der Schweizer Stern am Sopran-Himmel. Die Luzernerin gilt als grosser Nachwuchsstar innerhalb der Sänger-Gilde. Der steile Aufstieg der 32-Jährigen beweist, dass man als klassische Sängerin auch von der kleinen Zentralschweiz aus international Karriere machen kann. Im August gab Regula Mühlemann im Lilienberg Zentrum ein Liedrezital. Begleitet wurde sie am Klavier von der Russin Tatiana Korsunskaya.

Das Traumpaar für Liedinterpretationen
Sorgten für einen Augen- und Ohrenschmaus: Regula Mühlemann (links) und Tatiana Korsunskaya.

Wer sich im Vorfeld des Rezitals über Regula Mühlemann informierte um sich auf das Konzert einzustimmen, stellte bald fest: Die Online-Medien sind voll des Lobes für die junge Frau aus Adligenswil. «Sie begeistert gesanglich und darstellerisch. Ihre Spielfreude ist ansteckend. Ihr Gesang ist herrlich schön und intensiv. Ihre klaren Höhen klingen erfrischend, sie erinnern an einen kühlen Gebirgsbach», war im Klassik-Blog «Klassik begeistert» über einen Auftritt der Sopranistin im Festspielhaus Baden-Baden zu lesen. Und die «Badische Zeitung» doppelte nach und kommentierte ein Konzert Regula Mühlemanns in Riehen mit den Worten: «Ihr Gesang wirkte so leicht wie Atmen, ihre hohen Töne flossen mühelos in den Raum.»

Umworbene Sängerin

Die Lilienberg Förderer und Freunde, die von Gastgeberin Susanne Rau-Reist jeweils persönlich an die viermal jährlich stattfindenden Konzerte eingeladen werden, durften sich somit schon Wochen im Voraus auf den Auftritt von Regula Mühlemann freuen. Im Spätsommer war es dann so weit, und die viel umworbene Sängerin trat an einem Liedrezital auf – zusammen mit Pianistin Tatiana Korsunskaya.

Von Volksliedern inspiriert

Auf dem vom Volkslied inspirierten Programm standen Perlen aus der Spätromantik – von Alexander Zemlinsky, Richard Strauss und Hugo Wolf – sowie Paul Hindemiths «Lustige Lieder in Aargauer Mundart». Eva Oertle moderierte das Konzert. Regula Mühlemann und Tatiana Korsunskaya eröffneten es mit den reizvollen Walzer-Gesängen des österreichischen Komponisten Zemlinsky. Mit einer Auswahl von Richard Strauss‘ Liedern setzten sie den Faden der volksliedhaft leichten Kost fort, etwa «Schlagende Herzen», «Muttertändelei» oder «Meinem Kinde».

Leichtfüssig und leidenschaftlich war auch der zweite Teil des Konzerts mit humorvollen Kostbarkeiten des begabten Universalmusikers Paul Hindemith und mit 12 der insgesamt 46 Lieder aus dem Italienischen Liederbuch, dem bekanntesten Liedzyklus von Hugo Wolf. Die beiden Künstlerinnen entpuppten sich dabei als Traumpaar für Liedinterpretationen. «Ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus», formulierte es eine Konzertbesucherin treffend. Mühlemann bezauberte das Publikum mit ihrer schnörkellosen, innig leuchtenden, lyrischen und warm timbrierten Stimme, und Korsunskaya setzte als Pianistin klare Akzente, spielte den vielschichtigen Klavierpart bis ins Detail aus, ohne sich dabei aufzudrängen und in den Vordergrund zu stellen – ganz nach dem Motto «Zuhören ist für die Klavierbegleiterin der Schlüssel zum Erfolg.»

Langanhaltender Applaus war den beiden sicher. Mit einer Zugabe, dem Lied «All meine Gedanken» von Richard Strauss, bedankten sich die Künstlerinnen und verabschiedeten die knapp 100 Gäste zum gewohnt reichhaltigen Apéro.

Lilienberg Rezital vom 28. August 2018 mit Regula Mühlemann (Sopran) und Tatiana Korsunskaya (Klavier); Gastgeberin: Stiftung Lilienberg Unternehmerforum, vertreten durch Susanne Rau-Reist; Moderation: Eva Oertle Zippelius.

«Eins gab das andere»

Regula Mühlemann stammt nicht aus einer Musikerfamilie: Ihre Mutter ist Damenschneiderin, ihr Vater Cheminéebauer. Moderatorin Eva Oertle wollte deshalb wissen, wie der Wunsch entstand, Sängerin zu werden. «Wir haben zu Hause immer Musik gehört und viel gesungen. Meine Oma war Sängerin am Theater in Sursee. In der Musikschule besuchte ich eher aus Spass den Stimmbildungsunterricht. Meine Gesangslehrerin überredete mich, eine Probe der Luzerner Kantorei anzuhören. Davon war ich so begeistert, dass ich dem Chor beitrat. Bald durfte ich auch die Soli singen, und so gab eins das andere.»

Am liebsten singt Regula Mühlemann in ihrer eigenen Sprache, also Mundart, weshalb sie auch die Lieder von Paul Hindemith immer wieder gerne in ihre Konzertprogramme aufnimmt. Mühlemann widmet sich nicht nur dem Lied-Gesang, sondern sorgt auch auf den Opernbühnen für Furore. Dabei haben es ihr vor allem die verschiedenen Rollen in Mozarts Opern angetan.

Das Traumpaar für Liedinterpretationen
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