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Regulationsmedizin als Gesundheitsmedizin der Zukunft

20.09.2018

Der Internationale Bodenseekongress zählt in Europa zu den führenden Fachveranstaltungen auf dem Gebiet der Regulations- und Modernen Orthomolekularen Medizin. Mit dem Lilienberg Unternehmerforum ist er mittlerweile schon fast zu einer Einheit verschmolzen. Die Gestaltung eines zukunftsfähigen Gesundheitswesens, Gedankenaustausch, der fachliche Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis sowie der Knowhow-Transfer sind Elemente, die verbinden.

Regulationsmedizin als Gesundheitsmedizin der Zukunft
Hochkarätige Referenten traten am Internationalen Bodenseekongress auf Lilienberg auf. Von links: Prof. Dr. med. Uwe Nixdorff, Andreas Hefel, Präsident der Stiftung für Gesundheit und Umwelt, Prof. Dr. med. Armin Zittermann, Dr. med. Jan Best, Prof. Dr. med. habil. Ulrich Amon und Dr. med. Kurt Mosetter.

Am 13. Internationalen Bodenseekongress der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU), der am 8. September im Lilienberg Unternehmerforum stattfand, hörten rund 200 Ärzte, Therapeuten, Drogisten und Apotheker aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Holland, Frankreich und der Ukraine fünf Fachvorträge von Referenten mit grosser Expertise.

In seiner Begrüssung knüpfte Andreas Hefel, Präsident der Stiftung, am Vorjahreskongress an, indem er die Bedeutung der Regulations- und Modernen Orthomolekularen Medizin als Gesundheitsmedizin der Zukunft unterstrich. Dies verdeutlichte er am Beispiel der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld, wo Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin seit Oktober 2017 allgemein anerkannte Lehre sind und auch der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten dienen. Dabei gab er auch ein klares Bekenntnis zur konventionellen Medizin und zur medikamentösen Therapie ab – «aber nur dort, wo sie tatsächlich notwendig und ergänzend ist».

In diesem Zusammenhang plädierte Hefel dafür, den Menschen und sein Umfeld als selbstregulierendes biologisches  System zu verstehen: «Dann wird jedem sofort klar, dass vielfach nur symptomatisch und monokausal ausgerichtete Behandlungskonzepte, die sich fast ausschliesslich auf Medikamente, Bestrahlung und operative Eingriffe beschränken, eindeutig zu kurz greifen.» Hingegen beziehe der regulationsmedizinische Ansatz den Menschen und sein Umfeld als Ganzes mit ein.

In einem Grusswort für die Kongresspublikation «OrthoNews» betonte Daniel Anderes, CEO des Lilienberg Unternehmerforums, den grossen Stellenwert des Internationalen Bodenseekongresses: «Demographischer Wandel, Pflegenotstand, Fachkräftemangel, Effizienzdruck und die Zunahme von chronischen Erkankungen sind grosse Herausforderungen in unserem föderalistischen Gesundheitssystem. Deshalb diskutieren wir auf Lilienberg mit ausgewiesenen Fachleuten regelmässig über Möglichkeiten, wie unser Gesundheitswesen in Zukunft so gestaltet werden kann, dass seine aktuelle Qualität beibehalten, bestehende Fehler ausgemerzt sowie innovative lösungsorientierte Konzepte bekannt gemacht werden können.»

Professionell und effektiv arbeiten

Vor diesem Hintergrund gibt er nicht nur dem formellen wie informellen Gedankenaustausch einen hohen Stellenwert, sondern auch der Anwendung von erprobtem Praxiswissen im eigenen Betrieb: «Genau dieser Knowhow-Transfer, der fachliche Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis auf Augenhöhe sowie nicht zuletzt die Vernetzung findet alljährlich am Internationalen Bodenseekongress statt. Er ist mit dem Lilienberg Unternehmerforum mittlerweile schon fast zu einer Einheit verschmolzen.»

Dieser Geist kam auch an der 13. Auflage dieser hochkarätig besetzten medizinischen Veranstaltung zum Ausdruck. So wandte sich Prof. Dr. med. Uwe Nixdorff, F.E.S.C., CEO European Prevention Center, Düsseldorf, mit einem eindringlichen Appell an das Plenum: «Wenn wir professionell und effektiv arbeiten wollen, dann müssen wir unbedingt interdisziplinär arbeiten!» Aus Überzeugung bekräftigte Dr. med. Kurt Mosetter vom Zentrum für interdisziplinäre Therapie in Konstanz die Worte seines Kollegen: «Die Zeiten, in denen man alleine mit seinem Fachwissen den Patienten X mit der Erkrankung Y betreut hat, sind vorbei. Auch um voneinander zu lernen, müssen wir uns zusammentun. Es geht also nicht darum, was die bessere oder die schlechtere Medizin ist, sondern es geht darum, es immer besser zu tun.»

Die vorgetragenen Erkenntnisse über Vitamin D sowie die zum Teil auch kontrovers geführte Diskussion über die Gabe dieses «Sonnenscheinvitamins» verdeutlichte die Relevanz der Regulations- und Modernen Orthomolekularen Medizin. Nach dem Grundsatz «Eine Geige macht noch lange kein Orchester» machte sich Prof. Dr. med. habil. Ulrich Amon vom Internationalen Hautarztzentrum DermAllegra in Hohenstadt für ein multifaktorielles Verständnis von Gesundheit stark, was in der Praxis mit einem differenzierten Portfolio an Mikronährstoffen einhergehe: «Das ist ein komplexes Gebiet, weshalb wir uns nie mit nur einem einzigen Laborwert zufrieden geben dürfen. Wenn wir über Prävention nachdenken, spielt Vitamin D allerdings eine ganz zentrale Rolle.» Prof. Dr. med. Armin Zittermann, Leiter der Studienzentrale, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, liess an der grundsätzlichen Tragweite von Vitamin D keine Zweifel: «Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D ist in Europa weit verbreitet und trägt zu Erkrankungen des Bewegungsapparates, Zahnkaries, Infektionen, Diabetes und frühzeitiger Mortalität bei.»

Regeneration und Degeneration in Balance

Sowohl hinsichtlich der täglichen Supplementierung mit Mikronährstoffen, als auch mit Blick auf die Synergien zwischen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären pflanzlichen Inhaltsstoffen rückte Andreas Hefel dabei das von der SfGU vertretene Grundprinzip in den Mittelpunkt: «Messen – Machen – Messen: Es ist unverzichtbar, dass wir uns stets auf dem Boden der Messwerte bewegen!» Auf die Herausforderung, sich täglich gesund und ausreichend gehaltvoll zu ernähren, ging Dr. med. Jan Best, Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ein: «Vielen Menschen fehlen dazu entweder die finanziellen Mittel oder die Zeit!»

Andreas Hefel schloss den Kongress mit einem flammenden Plädoyer auf die Gesundheit, die es zu erhalten oder wiederherzustellen gelte: «Entscheidend ist dabei, die Balance zwischen degenerativen Einflüssen und den regenerativen Kräften immer wieder zu finden. Das war und ist auch der Grund, warum unsere SfGU seit fast 30 Jahren nicht nur das G für Gesundheit, sondern auch das U für Umwelt in ihrem Namen trägt.»

Der 14. Internationale Bodenseekongress für Regulations- und Moderne Orthomolekulare Medizin findet am Samstag, 7. September 2019, im Lilienberg Unternehmerforum statt.

«OrthoNews»

Neben dem Magazin «Meine Gesundheit» gibt die Stiftung für Gesundheit und Umwelt auch die «OrthoNews» mit neuesten Erkenntnissen aus der Regulations- und Modernen Orthomolekularen Medizin heraus. Diese Publikation erscheint jährlich als Dokumentation des Internationalen Bodenseekongresses – mit einer kompakten Zusammenfassung der Fachreferate und der Diskussionen sowie allgemeinen Eindrücken vom Tag. Die «OrthoNews» 2018 können kostenlos bestellt werden unter: communications@sfgu.ch

Jürgen Kupferschmid ist Chefredakteur der Magazine «Meine Gesundheit» und «OrthoNews» sowie Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei der SfGU. Er berichtet über neue Lösungsansätze aus der Regulationsmedizin, die für einen Paradigmenwechsel im Umgang mit gesundheitlichen Hauptrisikofaktoren stehen: ein entgleister Stoffwechsel sowie schädliche Einwirkungen durch Umweltbelastungen und Stress.

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