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Der Perspektivenwechsel auf dem Wasser

21.03.2019

Die ehemalige Lilienberg Regionalgruppe Fünfländerblick widmet sich im 2019 vorangig ihren ehemaligen Mentees. Konkret: Die Mitglieder der Gruppe besuchen alle Mentees vor Ort und stehen als Unternehmerinnen und Unternehmer auch für Fragen zur Verfügung - im freien Mentoring, ganz im Sinne des Leitsatzes von Lilienberg Gründer und Stiftungsratspräsident Dr. h.c. Walter Reist «Unternehmer schulen Unternehmer!» Um das Bewusstsein zu schärfen, wohin die Impulse aus dem Mentoring die einzelnen Mentees gebracht haben, gibt es im Blog der Regionalgruppe eine Verschriftlichung dazu. Die jungen Unternehmerinnen schreiben ihre Erfahrungen in einer losen Serie in Form eines Blog-Beitrages. Heute an der Reihe ist Sina Degen.

Der Perspektivenwechsel auf dem Wasser

Dieser Moment, wenn ich den Fuss aufs Boot setze, es leicht schaukelt und ich dann mit dem Losfahren eine neue Perspektive auf das Land gewinne: Genau diesen entschleunigenden Moment liebe ich, seit ich denken kann. Dieser Perspektivwechsel kommt auch im Austausch zwischen Mentoren und Mentees zustande, da einersweits wir Mentees vom Wissens- und Erfahrungsschatz unserer Mentoren lernen, und andererseits die Mentoren von unserer jungen und frischen Perspektive profitieren können. Diese Begegnungen fanden stets auf Augenhöhe statt. Dadurch habe ich mich als Jungunternehmerin verstanden und ernstgenommen gefühlt.

Mittels Management-Buy-Out zur Jungunternehmerin

Ich bin seit 2017 Geschäftsführerin und Inhaberin der BootCenter Konstanz GmbH & Co. KG und leite damit Bootshandelsunternehmen in Konstanz direkt am Bodensee mit vier Mitarbeitern. Mein Team und ich verkaufen mit grosser Leidenschaft zum Wassersport Motorboote und -yachten lokal und europaweit. In Kooperation mit der Polywerft Konstanz GmbH als Servicepartner und Leitung durch meinen Vater sind wir ein waschechtes Konstanzer Familienunternehmen am See.

Der Perspektivenwechsel auf dem Wasser

Das Mentoren-Programm begann für mich 2015, mit Roger Eggenberger als meinem Mentor. Er hat mich massgeblich auf dem Werdegang von der Mitarbeiterin und dualen Masterstudentin im BootCenter Konstanz zur Inhaberin begleitet und meinen Weg in die Selbständigkeit hautnah miterlebt. Seine nahbare und bodenständige Art hat mich langfristig geprägt. Besonders sein Talent, jeder noch so schwierig erscheinenden Situation etwas Positives abgewinnen zu können, hat mich begeistert. Für mich persönlich bedeutet leidenschaftliche Unternehmerin zu sein, selbstbestimmt zu arbeiten und mit vollem Einsatz dabei zu sein, da ich das was ich tue liebe!

Unternehmertum muss erlebt werden

Unternehmer zu sein muss man erleben, das kann durch kein Programm erlernt werden. Ein Mentor kann einem jedoch auf diesem Weg eine unglaublich wichtige Stütze sein und einem gerade in menschlichen Aspekten, wie die eigene Erwartungshaltung oder Mitarbeiterführung, viel beibringen.

Der Perspektivenwechsel auf dem Wasser

Besonders stolz bin ich darauf, dass die Mitarbeiter des BootCenter Konstanz mit mir in dieses Boot gestiegen sind, mich bei dem Kapitänswechsel unterstützt und sich aktiv dafür entschieden haben, mit mir «weiter zu boteln».

Zudem haben wir im ersten Jahr viele Kunden glücklich auf das Wasser gebracht und sie in die Bootsbranche eingeführt. Das ist für mich persönlich der schönste Erfolg!

Wir vom BootCenter Konstanz beraten und heissen Sie herzlich bei uns am Bodensee in Konstanz willkommen, egal ob Wassersporterfahren oder Neuling! Mehr Infos finden Sie auf auf unserer Website oder unserer Facebook-Plattform.

Anmerkung von Yvette Reinberger, Leiterin der ehemaligen Regionalgruppe Fünfländerblick

«Der Weg ist das Ziel.» War eine der ersten Erkenntnisse von Sina Degen während des Mentorings. Schritt für Schritt machte Sie sich vertraut mit dem was Unternehmer sein in der Praxis heisst. Ihr Mentor Roger Eggenberger und Sie wählten als Headline für ihr gemeinsames Jahr, das Motto «Radikal Frei».

Und Sina Degen schaffte es in diesem Jahr tatsächlich, sich «radikal» von alten Vorstellungen zu trennen und bekam dadurch «freie» Sicht, auf sich als Unternehmerin.

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