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Philosoph Eduard Kaeser: «Neue Medien bedeuten nicht zwingend Fortschritt!»

Publiziert am 23.11.2018
Philosoph Eduard Kaeser: «Neue Medien bedeuten nicht zwingend Fortschritt!»

Auf gewissen Gebieten wie der Technik könne man Markstein für Markstein definieren. Sei einer dieser Marksteine erreicht, sei der Fortschritt ersichtlich. Fortschritt sei sehr oft auch individuell, sagte Eduard Kaeser.

Der Berner Philosoph plädierte bei seinem Auftritt im Lilienberg Unternehmerforum dafür, genau hinzuschauen, was Fortschritt ist. Bei den neuen Medien brauche es eine exakte Analyse, ob das jeweilige neue Medium tatsächlich einen Fortschritt darstellt. Technologiefirmen und Vertreter von Fachinteressen werben zwar für einen sogenannten Fortschritt - um ihre Eigeninteressen zu wahren. Kaeser riet deshalb den zahlreich anwesenden Schülern des Ellenrieder Gymnasiums Konstanz und der Kantonsschule Frauenfeld, auch gedruckte Bücher in die Hand zu nehmen.

Ein Besucher meinte in der Diskussionsrunde, Fortschritt könne auch Rückschritt sein. Er dachte an Produkte, die zulasten der Umwelt produziert werden. Er ging in seinen Gedanken gar soweit, dass manchmal der Rückschritt grösser sei als der Fortschritt. 

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