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«Der Bitcoin ist kein effizientes Zahlungsmittel und ein Energiefresser»

Publiziert am 5.5.2018
«Der Bitcoin ist kein effizientes Zahlungsmittel und ein Energiefresser»

«Als effizientes Zahlungsmittel sehe ich den Bitcoin überhaupt nicht», meinte etwa Andreas Feller, Head Private Banking Zürich bei der Bank Julius Bär (Bild).  Feller wollte den Besuchern jedoch nicht den Wind aus den Segeln nehmen. «Wenn Sie mitreden können wollen und auf das persönliche Erlebnis, Bitcoins gekauft zu haben, nicht verzichten wollen, dann rate ich Ihnen, einige Bitcoins zu kaufen und diese dann auf die Seite zu legen. Allein dies kann schon eine gute Erfahrung sein», meinte er. Die Wahrscheinlichkeit, mit Kryptowährungen das grosse Geld zu machen, sei jedoch ungleich geringer als den Jackpot in den Euro Millions zu knacken, vermutete der Referent.

Der Bitcoin sei auch alles andere als ein effizientes Zahlungsmittel», kritisierte Feller und begründete seine Einschätzung damit, dass schlicht und einfach zu hohe Transaktionskosten anfallen würden. 

Andreas Feller sieht eine weitere Problematik im Handel mit Bitcoin, dass verunmöglicht werde, die Herkunft der Gelder nachzuvollziehen. Dem mit Kryptowährungen einhergehenden technologischen Wandel wolle man sich als Bankinstitut jedoch keinesfalls verschliessen. «Da eröffnen sich für weitere Geschäftsfelder interessante Möglichkeiten», führte er aus.

Am Anlass vom 24. April wurde von den Referenten auch darauf hingewiesen, dass Kryptowährungen eine negative Auswirkung auf die Umwelt hätten. Sie seien eigentliche Energiefresser. Bitcoins müssten nämlich als Daten gelagert und die Datenträger dann entsprechend gekühlt werden. «Umwelttechnisch gesehen ist das eine katastrophale Entwicklung.»

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