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Stadtrat klagt: «Wirtschaft will von den Tagesschulen nur profitieren!»

Publiziert am 22.3.2018
Stadtrat klagt: «Wirtschaft will von den Tagesschulen nur profitieren!»

Doris Fiala (links), Nationalrätin, Präsidentin der FDP Frauen Schweiz und Mutter von drei erwachsenen Kindern, gab sich in ihrer Rede kämpferisch und stellte fest, dass die Zahl der weiblichen Verwaltungsräte zwar leicht zunehme, «doch in den Chefetagen hat es heute weniger Frauen als noch in früheren Jahren.» Laut Fiala ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Schweiz gegenüber anderen OECD-Staaten schwierig und teuer. Viele Frauen seien meist nur mit einem Teilzeitpensum beruflich tätig, weil das Thema Kinderbetreuung stiefmütterlich behandelt werde, führte sie aus.

«Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte intensiviert sich», sagte Simon Wey vom Schweizerischen Arbeitgeberverband. Die Schweizer Wirtschaft wachse und profitiere in den nächsten Jahren von einer zunehmend besseren Konjunktur, meinte er. Die Unternehmer sind dringend auf Fachkräfte angewiesen, doch sie tun sich schwer damit, den Aufbau von Kindertagesstätten und Tagesschulen zu unterstützen. Wey: «Der Aufbau von Kitas und Tagesschulen ist in den Augen der Wirtschaft eine typische Staatsaufgabe, genauso wie das Angebot von Schulen.» Der Zürcher Stadtrat Gerold Lauber (rechts) konterte in der Diskussion: «Die Wirtschaft will nur profitieren. Sie zahlt aber nichts an Tagesschulen.»

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