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«Mit unserem Hilfswerk wollen wir den Menschen in Tansania helfen»

Publiziert am 5.12.2016
«Mit unserem Hilfswerk wollen wir den Menschen in Tansania helfen»

Heinz Möckli (rechts, hier zusammen mit Toni Stadler, Experte für Entwicklungshilfe) ist Verantwortlicher des privaten Hilfswerks Maarifa-Su in Tansania und ehemaliger CEO und Verwaltungsratspräsident der Ferag in Hinwil. Damit Entwicklungszusammenarbeit gelingen kann, nannte er drei Kriterien: «Erstens: Es braucht eine Vertrauensperson vor Ort.» Maarifa-Su hat diese mit Paschal Namembe gefunden. Er ging in Tansania zur Schule und absolvierte später in der Benediktinerabtei die Sekundarschule. Dann bildete er sich zum Elektroniker aus und arbeitet seit 28 Jahren für die Walter Reist Holding. Zum Zweiten sagte Möckli: «Es braucht Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle.» Jeder ausgegebene Franken müsse belegt werden. Und drittens: «Bei Maarifa-Su mussten wir zuerst die Kultur in Tansania kennenlernen. Es ist nicht nur das richtig, was wir im Westen uns ausdenken.»    

Gepflegtes Hilfswerk verdient Achtung

Im Oktober 2010 baute das Hilfswerk, das zur Walter Reist Holding gehört, ein Schulhaus, das das Zentrum der Anlage bildet. Allein dieser Bau stellte Möckli vor Probleme, weil meist Baumaschinen fehlten. Eine Steffturbine sorgt heute für Strom, sodass die Schüler an Computer arbeiten können. Es gibt Schüler, die von weither kommen und im Gästehaus in einem der 32 Betten übernachten. Trotz der teils schwierigen Umständen fällt Heinz Möckli eines auf: «Die Kinder arbeiten in der Schule konzentriert. Generell lachen sie gerne und sind fröhlich.»

Den Menschen in Maarifa-Su musste beigebracht werden, dass Wasser nicht gleich Wasser ist. Das Hilfswerk baute einen sogenannten Wasserkiosk, bei dem sich die Bewohner mit Trinkwasser eindecken können. Der Liter Wasser kostet einen Rappen. Der Preis ist nötig, damit die Benützer die gute Wasserqualität schätzen. Ein Kulturzentrum ermöglicht grössere Veranstaltungen und Bildungsangebote für Erwachsene.

Möckli spürt die Dankbarkeit der Kinder und Erwachsenen. «Ich höre praktisch nie, das geht nicht», sagte er. Die Vermittlung zwischen der Mentalität der Menschen in Tansania und den Vorstellungen und Plänen von Maarifa-Su ist Paschal Namembe zu verdanken. Er ist in Tansania aufgewachsen und Verantwortlicher für das Projekt. Namembe: «Die Bevölkerung freut sich über die Hilfe von Maarifa-Su. Mit dem Hilfswerk wollen wir den Menschen helfen. Wir sind nicht daran interessiert, einen wirtschaftlichen Profit daraus zu ziehen, wie das zu oft noch passiert.»

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