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«Im Gesundheitswesen geht es oftmals nur um die Erhaltung von Pfründen!»

Publiziert am 9.7.2018
«Im Gesundheitswesen geht es oftmals nur um die Erhaltung von Pfründen!»

Das Geschäftsmodell der Zur-Rose-Gruppe sei eigentlich eine einfache Sache: auf effiziente Art  Medikamente zu einem günstigen Preis vertreiben. Empfänger dieser Medikamente sind einerseits Ärzte, andererseits Patienten direkt. Die Patienten erhalten ihre Arzneien auf dem Versandweg, können sie aber auch in den in jüngster Zeit eröffneten vier Geschäften der Gruppe kaufen. Die Bezüger profitieren dabei von Preisen, die laut CEO Walter Oberhänsli (Bild) in der Schweiz um etwa 12 Prozent günstiger sind, in Deutschland, wo die Gruppe auch aktiv ist, um etwa 5 Prozent.

Dass überall, wo jemand mit tieferen Preisen operiert, Widerstand bei den bisherigen Verkäufern ausgelöst wird, erfuhr auch die Zur-Rose-Gruppe. Die Tätigkeit seiner Firma sei von Anfang an etwas wie «ein Kampf gegen das Pharma-Establishment» gewesen, sagte Oberhänsli. Denn man kam sowohl dem äusserst dicht abgeschotteten Geschäftsfeld der Apotheker in die Quere wie den Medikamentenproduzenten. In Oberhänslis direkter Art ausgedrückt bedeutet das: Bei vielen Dingen im Schweizer Gesundheitswesen «geht es nur um die Erhaltung von Pfründen». Und das sei «ein Trauerspiel». Oder zusammengefasst: «Das Gesundheitssystem möchte günstige Preise, die Medikamentenhersteller hohe.»

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