umgebung_1920x370-(1).jpg

Gentinetta: «Bankbranche ist wegen des starken Frankens sensibilisiert»

Publiziert am 26.7.2017
Gentinetta: «Bankbranche ist wegen des starken Frankens sensibilisiert»

«Auch ein Finanzinstitut ist darauf angewiesen, die Attraktivität des Produktionsstandortes hochzuhalten», war eine elementare Aussage von Pascal Gentinetta.

Der einstige Direktor des Wirtschaftsdachverbandes economiesuisse rückte die Bedeutung des Bankenplatzes Schweiz ins Zentrum seiner Ausführungen. Pascal Gentinetta richtete den Fokus auf die Bedeutung der Vermögensverwaltung für die Volkswirtschaft in der Schweiz. Damit beleuchtete er die Situation des Bankenplatzes Schweiz im gegenwärtigen globalen Umfeld aus einer spezifischen Perspektive. 

Die Bedeutung des Vermögensverwaltungsgeschäftes für den Bankenplatz Schweiz sei enorm. «Rund zwei Drittel der Erträge werden dank Kundschaft mit Wohnsitz im Ausland erwirtschaftet», erläuterte Gentinetta. Er erklärte, dass 85 Prozent der Erträge in Fremdwährungen, zum Beispiel in Euro oder US-Dollar, erwirtschaftet würden. «Unsere Branche ist wegen des starken Frankens sensibilisiert. Wenn der Franken zu stark ist gegenüber Fremdwährungen, dann sinken die Erträge entsprechend», folgerte er.

Rund 55 Prozent der Kosten würden wegen der Arbeitnehmer in der Schweiz in Schweizer Franken anfallen, während nur rund 15 Prozent der Erträge in Schweizer Franken in die Rechnung einfliessen würden. Hiesige Finanzinstitute seien als Exporteure zu betrachten, die sich den Herausforderungen im internationalen Umfeld stellen müssten und sich entsprechend zu behaupten hätten.

Google+ facebook LinkedIn