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Firmen und Organisationen umgehen zunehmend die traditionellen Medien

Publiziert am 7.11.2016
Firmen und Organisationen umgehen zunehmend die traditionellen Medien

Organisationen schätzen den Wert traditioneller Medien, kommunizieren aber zunehmend über eigene Medien. Dabei spielt Print immer noch eine zentrale Rolle. So lautet kurz zusammengefasst das Fazit des zweiten Kolloquiums des Zyklus «Demokratie mit neuen Medien».

So unterschiedlich Organisationen wie Swiss Life, Gewerbeverband und WWF sind, alle verlassen sich mit ihrer Organisationskommunikation längst nicht mehr allein auf die Multiplikationskraft der traditionellen Medien, um ihre Botschaften an ihre Zielgruppen zu bringen. Mit eigenen Medien gelangen sie direkt ans Zielpublikum, die Wege dazu sind jedoch höchst individuell.

Christian Pfister, Head of Group Communications and Strategic Marketing bei Swiss Life legte in seinem Referat dar, wie sich sein Konzern im zunehmenden Markt um Trends, Themen und neue Medien Gehör verschafft. Neben den traditionellen Wegen wie Medienarbeit oder Werbekampagnen setzt Swiss Life stark auf die Verbreitung über die Sozialen Medien: Hier spielen die eigenen Mitarbeitenden als Multiplikatoren eine wesentliche Rolle. 

Bernhard Salzmann, Leiter Kommunikation des Schweizerischen Gewerbeverbandes, stellte klar, dass sich sein Arbeitgeber als Lobbying-Organisation verstehe, welche als Dachverband von 300‘000 KMU in 250 Verbänden, gegenüber den Bundespolitikern seine Interessen vertrete. Kommunikation zu den Mitgliedern geschehe hauptsächlich über die zweiwöchentlich erscheinende Gewerbezeitung. Und an dieser Verbreitung über ein gedrucktes Medium werde sich laut Salzmann noch lange nichts ändern. 60 Prozent der KMU seien digitale Dinosaurier, so sein ernüchterndes Fazit. 

Die ungebrochene Wirkungsmacht des Gedruckten illustrierte auch der dritte Referent an diesem Anlass. Christoph Rytz, Leiter Corporate Communications von WWF Schweiz. Das WWF-Magazin wird in einer Auflage von 183‘000 Exemplaren vier Mal im Jahr gedruckt und generiert zusammen mit den Postmailings ungleich mehr von den jährlich 50 Millionen eingehenden Spendengelder, als es die Online-Medien (E-Mail-Versände, Website, Social Media) tun können. 

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