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Die Vorurteile gegenüber den älteren Mitarbeitenden sind meistens unberechtigt

Publiziert am 7.12.2017
Die Vorurteile gegenüber den älteren Mitarbeitenden sind meistens unberechtigt

Wenn es ernst wird, sind über 50-Jährige oft die ersten, die entlassen werden. Teuer, unflexibel und mitunter schwer zu führen, lauten die häufigsten Vorurteile.  Ähnliche Vorurteile stehen unverrückbar da, wenn es darum geht, neue Mitarbeitende anzustellen. «Das Alter wird im Anforderungsprofil absolut überbewertet. Wichtiger ist die richtige Person für den richtigen Job», sagte am Workshop auf Lilienberg Antonio Meli, der das Team Arbeitgeberservice beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Thurgau (RAV) leitet. 

Es gibt aber auch echte Hürden im Zusammenhang mit älteren Arbeitskräften: Langjährige Unterbrechungen ohne berufliche Fort- und Weiterbildung, geringe Job-Mobilität oder lange, gleichbleibende Aufgabenstellungen. Hier hilft nur Weiterbildung. Dabei sind nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Chefs und Teamleiter gefragt, sagte Workshop-Leiter Christoph Thoma, Personal- und Organisationsentwickler sowie Mitbegründer des Instituts für Workability und DerCoach. Schliesslich sei es in ihrem Interesse, die Arbeitsfähigkeit ihrer älteren Mitarbeitenden zu erhalten. 

«Ältere können ein Fels in der Brandung sein. Aber nur, wenn ihre Arbeitsfähigkeit gut ist», sagte Thoma. «Ohne Engagement nimmt die Arbeitsfähigkeit ab», erklärte er. Stellschrauben für eine möglichst gute Arbeitsfähigkeit der älteren Mitarbeitenden sind die Arbeitsbedingungen. Vorgesetzte können bei Bedarf Aufgaben, Arbeitsvolumen und mitunter sogar Arbeitszeiten anpassen und steuern, zum Beispiel wie Mitarbeiter bei der Schichtarbeit eingesetzt werden. 

Unser Bild zeigt (von links) Workshop-Leiter und Coach Christoph Thoma sowie Antonio Meli und Peter Leumann vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Thurgau.

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