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Die Handelspolitik ist im Umbruch: Und wohin steuert die Schweiz?

Publiziert am 2.11.2017
Die Handelspolitik ist im Umbruch: Und wohin steuert die Schweiz?

Obwohl beim Thema Freihandel viel läuft, wird viel zu wenig darüber diskutiert, findet Johannes Schwarzer vom Council on Economic Policies, der die Tagung mitorganisiert hat. Zumindest habe man einige Sorgen nehmen können, so Schwarzers Bilanz. Seiner Meinung nach müssten Meinungsmacher, Entscheidungsträger, NGO und Politiker ein gemeinsames Ziel skizzieren, das den diversen Ansprüchen an moderne Handelsabkommen gerecht wird.

«Wir hinken der Realität ganz schön hinterher», sagte am Abschlusspodium auch Hannes Schloemann, Direktor von WTI Advisors, eine auf handelspolitische Fragen spezialisierte Beratungsfirma. Seiner Meinung nach beruhen 80 bis 90 Prozent der Kritik auf Missverständnissen. Laut Schloemann rührt das Unbehagen der Bevölkerung auch daher, dass viele glauben, «dass wir staatliche Aufgaben wie Gesundheit, Erziehung oder Sicherheit aus der Hand geben. Ich kenne aber keine Regierung, die das möchte.»

Natürlich war auch der protektionistische Kurs von US-Präsident Trump Thema. Ob das nur ein Sturm im Wasserglas sei, wollte Moderator Christoph Vollenweider wissen. Der SP-Politiker Luciano Ferrari glaubt, dass sich die Schweiz überlegen müsse, ob sie sich eher zu den USA oder in Richtung EU und Asien orientieren will. «Die Schweiz muss sich entscheiden, wo sie hin will.» 

Unser Bild zeigt das Abschlusspodium der Tagung mit (von links): Regine Sauter, Direktorin der Zürcher Handelskammer und Nationalrätin, Moderator Christoph Vollenweider, Luciano Ferrari, Generalsekretär der SP Schweiz, und Hannes Schloemann, Direktor von WTI Advisors.

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