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Die Digitalisierung verändert das Einkaufsverhalten der Konsumenten gewaltig

Publiziert am 4.6.2018
Die Digitalisierung verändert das Einkaufsverhalten der Konsumenten gewaltig

Das sagte der Moderator, Prof. Dr. Stephan Wirz, Leiter Wirtschaft und Arbeit der Paulus Akademie Zürich zu Beginn der Veranstaltung im Architekturforum in Zürich.  Diese Beobachtung belegte Andreas Zürcher, Geschäftsführer City Vereinigung Zürich, mit Zahlen: «Die Detailhandelsumsätze in der Stadt Zürich erreichten 2010 mit einem Totalumsatz von 96,2 Milliarden Franken einen Höhepunkt. 2016 sank er auf 92,5 Milliarden Franken.» Das erstaunt im ersten Moment, denn die Bevölkerung nahm in dieser Zeitspanne um mehr als eine halbe Million Einwohner zu. 

Als Fakt für die Abnahme der Umsätze gab der Jurist unter anderem ein anderes Einkaufsverhalten der Kunden an sowie das gewachsene Interesse der Bevölkerung an Reisen. Als weiteren Grund für den sinkenden Umsatz nannte Zürcher die Digitalisierung. 

Wie erhalten wir die Qualität der Stadt im digitalen Zeitalter? Dieser Frage ging die Soziologin und Planerin Dr. Joëlle Zimmerli von «Zimraum, Raum + Gesellschaft» nach. Sie sprach von einer positiven Entwicklung der Quartiere in der Stadt Zürich und sagte: «Die Industrie hält sich hartnäckig, und genauso bleiben auch Quartierdienstleister.» Die Stadt habe eine grosse Nutzungsdichte und zeichne sich durch Vielfalt aus. Der Konsument könne auf engstem Raum die unterschiedlichsten Bedürfnisse decken, führte sie aus.

Zimmerli zeigte auf, weshalb sie eine Zukunft für Quartiere und Detailhandel sieht, präzisierte aber gleichzeitig: «Quartierdienstleistungen werden überleben. Sie werden sich aber in Menge und Angebot wandeln.» 

Unser Bild zeigt (von links) die Soziologin Dr. Joëlle Zimmerli, Moderator Prof. Dr. Stephan Wirz und Architektin Rahel Marti. (Foto: Eva Lipp-Zimmermann, Paulus Akademie Zürich)

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