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«Der Regulierungswahn im Bankenwesen fordert die Finanzbranche heraus»

Publiziert am 6.9.2017
«Der Regulierungswahn im Bankenwesen fordert die Finanzbranche heraus»

Gian Rossi beleuchtete am zweiten Anlass der Gesprächsreihe, die Lilienberg in Kooperation mit der Bank Julius Bär durchführt, das Thema «Das Private Banking in der Schweiz - Bedeutung und aktuelle Herausforderungen».

Rossi sagte, dass der Schutz der Privatsphäre nach wie vor einen hohen Stellenwert habe. Vermögende Kunden wollten nicht zeigen, was sie besitzen. «Dies wiederum fordert uns heraus», meinte er. Die in den vergangenen Jahren massiv zugenommenen regulatorischen Vorgaben würden dem Kunden wenig bis nichts bringen. «Für die Finanzinstitute bedeuten sie aber einen enormen Kostenaufwand», folgerte er und machte ein konkretes Beispiel: Auf 70 Anlageberater kämen 35 Stellen, welche die Prozesse überwachen. Dies könne nicht kostenneutral sein. «Wir sollten bessere Technologien forcieren, um die Abläufe in der Administration zu optimieren und unser Wissen über unsere Kunden gewinnbringend einsetzen zu können.»

Der Referent vermutet, dass die hohe Regulierungsdichte über kurz oder lang dazu führen werde, dass weitere (Privat)banken in ihrer Existenz bedroht sind und von der Bildfläche verschwinden. 70 Prozent der anfallenden Kosten im Finanzwesen hierzulande würden in Schweizer Franken verbucht, jedoch nur rund 30 Prozent der Erträge in dieser Währung. Diese Diskrepanz mache den einheimischen Finanzinstituten zu schaffen.

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