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«Der erste Supermensch wird sicher nicht schon morgen unter uns sein!»

Publiziert am 27.11.2017
«Der erste Supermensch wird sicher nicht schon morgen unter uns sein!»

Die beiden Referenten Prof. Dr. Markus Diesmann und Prof. Dr. Robert Riener (Bild) waren sich an der Kooperationsveranstaltung des Lilienberg Unternehmerforums an der Pädagogischen Hochschule in Zürich einig: Der erste Supermensch wird nicht schon morgen unter uns sein. Diesmann, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich (Deutschland),  sagte: «Der Mensch wird nicht so schnell ersetzt. Man kann nicht einfach einen Chip ins menschliche Hirn einsetzen.» Und Riener, Leiter des Departementes Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich, führte aus: «Das „Ersatzteillager“ Mensch wächst, aber es macht uns noch nicht zum Supermenschen.» Künstliche Intelligenz erleichtere den Alltag, erlaube aber nicht supermenschliche Fähigkeiten, die den Menschen einmal dominieren würden, sagte er.

Eine ganz bestimmte Angst hält sich bei der Digitalisierung hartnäckig: Nehmen Roboter dem Menschen die Arbeit weg? «Seit es die Technik gibt, besteht die Angst, dass dadurch Arbeit verloren geht. Doch das Arbeitsvolumen nahm trotz Technikgewinn in industrialisierten Ländern zu, es wurden jedoch neue Arbeitsbereiche geschaffen», führte Riener aus. Er betonte, es gebe ständig berufliche Veränderungen und appellierte an eine stetige Lernbereitschaft. Er wandte sich an die anwesenden Pädagogen und sagte: «Zwei von drei Schülern, die heute in die Primarschule gehen, übernehmen einmal einen Job, den es heute noch gar nicht gibt!» 

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